Geschichte

GESCHICHTLICHE UND GEOGRAFISCHE DATEN

Die Stadt Mediasch liegt im Nordwesten von Kronstadt, am Zusammenfluss des Meschner Baches und der Großen Kokel, bei 24°21’ östlicher Länge und 46°10’ nördlicher Breite, die mittlere Höhe ist 300 m. 
Das Gebiet der Stadt Mediasch war schon in der Jungsteinzeit bewohnt, das bezeugen gewisse Gegenstände und Werkzeuge, Waffen aus der Bronzezeit, Urnengräber aus der keltischen Zeit und über 50 Schmuckstücke aus dem dakischen Zeitalter.Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt stammt vom 03. Juni 1267, als König Stephan von Ungarn dem Fürsten Nikolaus von Siebenbürgen (1263-1270), seinem Großvater, die Gutshöfe Jula, Medias, Micasasa, Sanmiclaus und Dupus zurückgibt. 1283 trägt die Ortschaft in den Urkunden den Namen Villa Medies und gehört zu den zwei sächsischen Stühlen aus Seica Mare und Mediasch.
Das erste Kastell mit Mauern und Wehrtürmen wurde 1450 um die Margarethenkirche errichtet.
In den Urkunden nach 1495 wird die Stadt Mediasch Civitas genannt, der König verleiht also der Ortschaft Stadtrechte. 
 
 
Daten über die Schule
Bereits 1586 wird in einem Protokoll die Schule kurz erwähnt: „Regestum prodentis et circumspecti domini Joanis Schuler, magistri civicum civitatea Medyes.“
In einem anderen Register des Bürgermeisteramts wird der Name des „scholasticus“ Georgius Czehe - der erste bekannte Name eines Lehrers - genannt.
Die älteste Gymnasiummatrikel stammt aus dem Jahre 1604 und teilt die Ernennung von Matheas Schullerus, als erster Rektor der Schule, der mit 60 Gulden bezahlt wird, mit. Das Jahr 1604 ist für das Lyzeum als Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung bekannt.
Es gibt eine 1637 von Matheas Miles herausgegebene Matrikel, in der die erste Schulordnung verfasst wird.
1821 wurde Stephan Ludwig Roth, ein progressiver Humanist, der in der Schule des Schweizer Pädagogen, Pestalozzi, ausgebildet wurde, angestellt. Im Laufe seiner Aktivität hat sich Roth für die Akzeptanz der fortschrittlichen Ideen eingesetzt und hat die Fächer Sport und Musik eingeführt, die in lateinischer Sprache unterrichtet wurden.
  • 1889 wurde ein Gebäude errichtet, in dem die Bibliothek, das Zeichenlabor und noch vier Elementarklassen (das ehemalige Zweier Gebäude bis 1993) eingerichtet wurden.
  • 1892 bekam ein Lehrer ein Gehalt von 800 Gulden und der Rektor bekam zusätzlich 200 Gulden und 10 Klafter Grund.
  • 1900 sind im Lyzeum 166 Schüler und 15 Lehrer.
 

GESCHICHTE DER SCHULE

In der Zeitspanne 1909 und 1912 wurde das Projekt für das jetzige Schulgebäude vom Schässburger Fritz Baltes entworfen.
Die Kosten für das Gebäude betragen 534.023 (29) österreich - ungarische Kronen.
Das zweistöckige Gebäude wurde mit zwei senkrechten Flügeln entworfen, in einem waren die Klassenräume, im anderen die Wohnung des Rektors.
Die Treppen sind aus Deva- Trachyt, das Stromnetz hat die Firma Siemens Halske aus Budapest eingebaut, die Tafeln aus den Klassenräumen die Firma Johannes Miller aus Wien, die Laboratorien wurden von Max Kohl aus Chemnitz ausgestattet und die Zier- Statuen von August Gerber aus Köln. Professor Hans Hermann hat die Verzierung des Festsaales mit Fresken zum Thema „Arbeit“, Freude“, „Bau“ geleitet, die hohen Fenster mit Vitralien stellen Seerosen dar, die Decke mit himmlischen Konstellationen Sternzeichen und der Nebenraum mit Medallions verkörpert die Danaiden. Ein Gemälde mit einer originellen Technik zeigt eine Sachsenprozession, die die Zierstücke aus dem Festsaal abrundet.
Auf den Korridoren der Schule wurden Statuen in natürlicher Größe nach Venus von Milo, Demosthenes, Sophokles, Laokoon Gruppe, Orpheus, Eurydike, Hera und Zeus aufgestellt.
Das Gebäude nimmt eine Fläche von 118,70 Quadratmeter ein und der Hof ist 1925 Quadratmeter groß.
Im Laufe der Zeit umfasste die Schule mehrere Gebäude, von denen wir erwähnen: die jetzige Sportschule, die Werkstätte des Nationalen- Gas- Gymnasiums in der Andrei- Saguna- Strasse, die Hermann- Oberth- Schule (die sich 1986 vom Lyzeum abgetrennt hat) und Ackerland.
Bei der Einweihung vom 30. Oktober 1912 war H. Jekeli der Rektor.
Der Name „Stephan Ludwig Roth“ wurde dem Gymnasium 1919 „ als Andenken an den revolutionären Humanisten erteilt (Ausnahmen 1948 - 1957 und1969 - 1971). Einige Jahre, die auch 1935 umfassen, hat auch Hermann Oberth als Lehrer hier gearbeitet.
 
Die Benennungen des Stephan- Ludwig- Roth- Gymnasiums
Zeitspanne Bezeichnung Anmerkungen
1604- 1918 Evangelisches Gymnasium A. B. Medias  
1919- 1948 Stephan- Ludwig- Roth- Lyzeum (Gymnasium)- Evangelisches Gymnasium AB Augustins  Konfession
1948- 1965    
1965- 1971 Industriegymnasium Nr. 1  
1971- 1991 Industriegymnasium „Stephan Ludwig Roth“  
1991- heute Theoretisches Stephan- Ludwig- Roth- Lyzeum (Gymnasium)  
 

Persönlichkeiten, die unser Gymnasium besucht haben:

 
  • Otto Folberth, Schriftsteller, Herausgeber der Werke von Stephan Ludwig Roth
  • Ilarie Chendi, Schriftsteller und Literaturkritiker
  • Pop Vasile, Dozent am Polytechnischen Institut Temeswar
  • Coman Stelian, Dozent am Polytechnischen Institut Klausenburg
  • Baciu Ioan, Direktor der Philharmonie aus Yassy
  • Lodovic Spiess, Tenor, Direktor der Rumänischen Oper, Kulturminister in der Zeitspanne 1994- 1996
  • Andrei Marga, Unterrichtsminister 1997- 2000, Rektor der Babes- Bolyai- Universität Klausenburg
  • Octavian Fodor, Akademiker, Arzt
  • Dionisie Bucur, Senator und Bürgermeister der Stadt Mediasch
  • Carol Göllner, Vorsitzender der Gesellschaft für Geschichtswissenschaften aus Rumänien
  • Michel Tănase, Professor an der Sorbonne- Universität Paris
  • Mihai Bandac, Professor an der Theater- und Filmakademie Bukarest
  • Emil Muresan, Bildhauer, der für seine Gemälde mit Spinnweben für das Rekordbuch nominiert wurde
  • Mircea Valcu, Senator und Abgeordneter Rumäniens.
  • Peter Weber, Vorsitzender der Rumänischen Gesellschaft für Ornithologie, Abgeordneter in der Zeitspanne 1990- 1992

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